Presse
16.07.2020, 17:24 Uhr | Erhard Lehmann
Wasserstoffstrategie
Der Arbeitskreis Energie und Umwelt zum Thema der Wasserstoffstrategie
 
Könnte die von der Bundesregierung vor kurzem verabschiedete Wasserstoffstrategie auch für Heidenheim von Bedeutung sein? Mit dieser Frage beschäftigte sich der CDU-Arbeitskreis „Energie und Umwelt“ in einer Telefonkonferenz. In diesem Strategiepapier wird neben den inzwischen allseits bekannten jetzigen und künftigen Einsatzmöglichkeiten des Wasserstoffs konkret auf die Zement-und Stahlindustrie hingewiesen. Beide Industriezweige erzeugen große Mengen Kohlendioxid. So gehört die Zementproduktion mit fast 8% der globalen CO2-Emission zu den größten industriellen Verursachern dieses Treibhausgases. Für den Umwandlungsprozess des Kalksteins in Zement ist der Einsatz von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen für die chemische Umwandlung nötig, der dadurch entstehende CO2-Ausstoß ist nicht reduzierbar. Verringert kann die CO2-Menge aber, indem man das CO2 nicht in die Luft entlässt, sondern auffängt und weiterverarbeitet zu synthetischen Kraftstoffen. Für diese Weiterverarbeitung ist Wasserstoff nötig, der, soll das Ganze sinnvoll und nachhaltig sein, in einer Elektrolyse mit regenerativ erzeugtem Strom hergestellt wurde. Die Stromkosten für diese Elektrolyse bilden den Hauptanteil des Verfahrens. Eine Kostenreduzierung ist möglich, wenn die Elektrolyse nicht mit Wasser, sondern mit Wasserdampf erfolgt, z.B. erzeugt durch die Abwärme der Zementherstellung, und wenn das benötigte CO2 nicht der Luft entnommen werden muss, sondern als „Abfall“ der Zementherstellung in großer Menge sowieso bereits vorhanden ist. Als Endprodukt der CO2-Verarbeitung kann auf diese Weise z.B. synthetisches Kerosin als nachhaltiger Treibstoff (SAF) entstehen. Aus dem Abgas eines einzelnen Zementwerkes könnte z.B. der Bedarf des Stuttgarter Flughafens an SAF zweifach gedeckt werden. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie der Flughafen Stuttgart GmbH wurden vor einem halben Jahr 4 Zementwerke als potenzielle Standorte für eine derartige Pilotanlage untersucht, darunter auch Schwenk in Allmendingen. Durch die Wasserstoffstrategie des Bundes hat sich inzwischen die Ausgangslage wesentlich geändert und auch eine Pilotanlage in Mergelstetten wäre jetzt durchaus sinnvoll, ob für Kerosin oder einen anderen synthetischen Kraftstoff, sei dahingestellt.

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