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28.09.2019, 19:00 Uhr | Erhard Lehmann
CDU-Senioren-Union: Guido Christ zum Thema "Indien"
Vortrag beim Treffen der CDU-Senioren-Union durch den Dipl.-Ing. Guido Christ zum Thema "Indien"
 
Sportgaststätte Jahnhaus, Heidenheim am 26. September 2019 - Bei der CDU-Senioren-Union Heidenheim referierte Dipl.-Ingenieur Guido Christ zum Thema „ Indien, ein Land der Vielfalt und Kontraste“, der mehr als 10 Jahre für Voith in Indien gearbeitet hat und weitere 8 Jahre bei der deutschen Auslandshandelskammer in Delhi tätig war.

Das Land ist von 200 Jahren Kolonialgeschichte geprägt, in denen es durch Eisenbahnen erschlossen wurde, um Bodenschätze und Erzeugnisse an die Küste zur Verschiffung nach England besser transportieren zu können. Feuchtheiße Gebiete, Millionenstädte mit hoher Luftverschmutzung machen den Aufenthalt anstrengend, es gibt aber auch hohe Berge mit ewigem Schnee. 1,2 Milliarden Menschen leben auf diesem riesigen Kontinent bei einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von mehr als 1 Prozent, wobei die Zahl der Jungen größer ist als die der Mädchen. Fast 30 verschiedene Sprachen und Dialekte behindern die Verständigung, Englisch ist deshalb die eigentliche Hauptsprache. Die Wirtschaft wächst zwar, nicht jedoch die Zahl der Arbeitsplätze, was zum Teil dadurch bedingt ist, dass die Menschen aus ländlichen Gebieten häufig keine berufliche Ausbildung haben. Was mit Handarbeit erledigt werden kann, dafür findet man Arbeitskräfte, für anspruchsvollere Tätigkeiten, die ein Grund-oder Fachwissen erfordern, ist es sehr schwierig geeignetes Personal zu finden. Duale Ausbildung funktioniert nur dort, wo Firmen dies selbst in die Hand nehmen.

Es herrscht weiterhin eine männerdominierte Gesellschaft, in der allerdings auch einige starke Frauen ihren Weg und Karriere machen. Der Zusammenhalt der Familien ist ausgeprägt, die älteren Familienmitglieder werden hochgeachtet, den Verstorbenen wird bei Festen besonders gedacht. Die Eltern sind sehr engagiert beim Aussuchen der Heiratspartner und wenden sehr viel Geld für den Besuch von Privatschulen und das Studium ihrer Kindeauf.

Es gibt eine „Mittelschicht“  von etwa 250 Millionen Indern, von denen die meisten ca. 300 Euro und eventuell etwas mehr monatlich verdienen, aber nur wenige sind in der „oberen Mittelschicht“ , die dann Daimler, Audi, BMW, Porsche… fährt. 45 000 deklarierte Jahreseinkommen von 150 000 Euro und mehr gibt es, 65 Millionen sind, wenn sie einen festen Job haben, steuerpflichtig, alle andern schlagen sich mühsam durch. Unabhängig davon ist der Besitz eines Autos der Traum eines jeden Inders.
Der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Indien beträgt 20 Milliarden Euro jährlich, mit China zehnmal so viel. Die deutschen Außenhandelskammern (AHKs) beraten, betreuen und vertreten weltweit die deutschen Unternehmen, die ihr Auslandsgeschäft auf-oder ausbauen wollen. AHKs sind Institutionen der deutschen Außenwirtschaftsförderung und gleichzeitig Bindeglied zwischen den Kulturen. Zu den Aufgaben der AHK in Delhi gehörten z.B. in den vergangenen Jahren die Programmgestaltung für Kanzlerin Angela Merkel während ihrer Indien-Besuche und für die mitreisenden Delegationsmitglieder aus Wirtschaft und Politik, Beratung mittelständischer Betriebe, Gestaltung und Organisation von Messen deutscher Hersteller, Veranstaltungen mit Botschaftern anderer Länder, gemeinsame Regierungskonsultationen usw. – insgesamt eine interessante Aufgabe während vieler Jahre.
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